Brief an den Oberbürgermeister Klaus Konzelmann und den Gemeinderat

In den vergangenen Monaten haben wir zu denjenigen gehört, die vor zu frühen Lockerungen gewarnt haben. Unsere Fraktion ist auch nach wie vor der Ansicht, dass die Pandemie uns noch längere Zeit vor große Herausforderung stellen wird. Aktuelle internationale sportliche Großveranstaltungen und ihre Auswirkung angesichts bedrohlicher Mutationen betrachten wir mit großer Sorge.

Die Entscheidung der Albstadtwerke, das Tailfinger Naturbad auch in diesem Sommer nicht zu öffnen, trifft bei unserer Fraktion allerdings auf Unverständnis. Wir teilen die Meinung der Grünen und können die Argumentation, weshalb eine Öffnung der Anlage nicht möglich sein soll, nicht nachvollziehen.

Überall im Land werden Schwimmbäder – auch Naturbäder – geöffnet. Die Begründung ist, dass die weitaus größte Infektionsgefahr von Aerosolen ausgeht und der Übertragungsweg Wasser zu vernachlässigen ist. Dass beim Besuch eines Schwimmbads strenge Corona-Regeln gelten müssen wie etwa die Reduzierung der Besucherkapazität, ist selbstverständlich. Dass die Einhaltung und Überprüfung der Hygienemaßnahmen einen höheren personellen und damit finanziellen Aufwand bedeutet, ist uns klar.

Die Gründe, warum das Bad nicht geöffnet werden kann, waren bisher nur aus der Presse zu entnehmen, weder Aufsichts- noch Gemeinderat wurden bisher informiert. Sie sind für uns auch nicht nachvollziehbar, sondern vorgeschoben. Sollte beispielsweise kein Betreiber für den Kiosk gefunden werden, kann dieses Problem pragmatisch gelöst werden, indem sich die Kinder selbst versorgen.

Die Entscheidung, das Schwimmbad nicht zu öffnen trifft aber in erster Linie wieder einmal diejenigen, die bisher in der Pandemie kaum berücksichtigt wurden, die große Opfer bringen mussten, um Eltern und Großeltern zu schützen, die monatelang auf Präsenzunterricht, Treffen mit Freunden und Sport in Vereinen verzichten mussten, und die sich jetzt danach sehnen, endlich all diese, bis vor kurzem selbstverständlichen Dinge nachzuholen: unsere Kinder und Jugendlichen.

Wenn es uns ernst mit dem einstimmig beschlossenen Antrag ist, dass wir Kinder, Jugendliche und ihre Familien unterstützen und in Kooperation mit Vereinen Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten schaffen möchten, ist die Öffnung des Naturbads ein ganz wesentlicher Schritt in Richtung Normalität. Auch auf Bundesebene wurde beschlossen, dass im Rahmen des Aktionsprogramms zur Unterstützung von Familien in und nach Corona gerade auch Schwimmkurse gefördert werden sollen, da die Folgen des ausgefallenen Schwimmunterrichts gravierend seien.

Wir begrüßen daher den Aufruf der Grünen, schnellstmögliche Vorkehrungen zu treffen, um die Öffnung des Naturbads zeitnah zu ermöglichen und bitten die Mitglieder des Aufsichtsrats um Unterstützung.

Für die Fraktion der Freien Wähler
Manuela Heider – Fraktionsvorsitzende

   
   Die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Fraktionsmitglieds und Begleiter
 
   Konrad Appenzeller

   macht uns sehr betroffen.

   Engagiert hat Conny die Freien Wähler im Albstädter Gemeinderat und im               Kreistag vertreten. Auch nach seiner aktiven Zeit war er am                                         kommunalpolitischen Geschehen interessiert und hat an Sitzungen und                   Veranstaltungen teilgenommen.

   Conny hat sich auch viele Jahrzehnte auf Vereinsebene eingebracht, und wird       durch sein vielfältiges Engagement ein Vorbild auch für zukünftige                           Generationen sein.

   Wir sind in Gedanken bei seiner Frau Klara und seinen Söhnen Bernd und               Markus.

Antrag im Gemeinderat zur Sitzung am
29. April 2021

Ziel des Antrags soll sein, Kinder, Jugendliche und ihre Familien, die unter der Corona-Pandemie besonders leiden, zu unterstützen.

Antrag im Gemeinderat zur Sitzung am
29. April 2021

Ziel des Antrags soll sein, den Vereinen Motivation und Perspektive geben, ihre Arbeit ganz speziell im Kinder- und Jugendbereich weiter aufrecht zu halten. Den Vereinen die Wertschätzung der Verwaltung und des Gemeinderates durch direkte Hilfe aufzuzeigen.

Gemeinderat der Stadt Albstadt
Fraktion der Freien Wähler 2019

Peter Landenberger, Ulrike Münster, Thomas Bolkart, Manuela Heider, Siegfried Schott und Uli Metzger werden die Freien Wähler im neu gewählten Albstädter Gemeinderat vertreten. Neu im Team ist Ulrike Münster, die bei ihrer ersten Kandidatur gleich einen beachtlichen Wahlerfolg erzielen konnte.
Dass auf das neue Gremium große Herausforderungen warten, macht die anstehende Sanierung des Schulzentrums Lammerberg deutlich. Gleichzeitig muss das Betreuungsangebot im Kita- und Ganztagesbereich weiter ausgebaut werden, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Im Gemeinderat muss nun offen und verbindlich diskutiert werden, welche Investitionen wie finanziert werden, damit die Stadt trotz der anstehenden Aufgaben finanziell handlungsfähig bleibt, so das Fazit der ersten Fraktionssitzung.
Als Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Albstadt wurde Manuela Heider bestätigt, Stellvertreter bleiben Siegfried Schott und Uli Metzger.

Freie Wähler sind …

… eine Wählergemeinschaft als Alternative zu den Parteien

Freie Wähler Wählergemeinschaften entstanden als Zusammenschluss von Bürgerinnen
und Bürgern auf kommunaler Ebene mit dem Ziel, als Alternative zu den Parteien die
Politik vor Ort sachbezogen mitzugestalten.

Als kommunale Wählergemeinschaft nehmen wir ausschließlich an Gemeinde- und
Kreistagswahlen teil.

Freie Wähler passen einfach zur Kommunalpolitik: wir suchen pragmatisch Antworten
auf lokale Probleme und entsprechen dadurch dem Wunsch nach sachbezogener und
nicht parteipolitisch polarisierender Politik.