Stellungnahme der Freien Wähler Albstadt zum geplanten Verkauf des Gebäudes Johannesstr. 5, hier sind unsere Stadtbücherei und das Stadtarchiv sowie die VHS beheimatet
Die Sanierung der Tiefgarage des Gebäudes Johannesstr. 5 ist dringend, darin besteht kein Zweifel. Ein Verkauf des Gebäudes, bei dem der Käufer diese Sanierung dann auch verpflichtend durchführt ist eine Option. Hier ist allerdings mit erheblichen Mietzahlungen für die Stadtbücherei und das Stadtarchiv zu rechnen, insbesondere dann, wenn diese Einrichtungen längere Zeit vor Ort verbleiben. Eine andere Option ist die Teilsanierung durch die Stadt selbst. Diese führt aus unserer Sicht keinesfalls zu einer verpflichtenden Vollsanierung, anders als von Teilen der Verwaltung kommuniziert. Somit kommen auch die in der Druckvorlage aufgeführten hohen Kostenprognosen nach einer Komplettsanierung die nächsten Jahre, ja wahrscheinlich sogar das nächste Jahrzehnt gar nicht zum Tragen. Es ist eine Frage der Zeit bis uns die Mietzahlungen teurer kommen als die Sanierung der Tiefgarage in Eigenregie.
Für eine Entscheidung welche Variante am Ende die Beste ist, fehlt vor allem eines: ein Plan wie es zukünftig mit den Büchereien in Albstadt weitergehen soll. Wie lange bleiben die Einrichtungen noch an diesem Standort? Und genau dieses Zukunftskonzept will uns die Verwaltung laut eigener Drucksache am 5. Februar kommenden Jahres vorstellen. Dann steht, wie ebenfalls in der Drucksache erwähnt auch die Entscheidung zum Haus am Uhlandsgarten an und genau so und nicht anders sollten wir auch mit dem Gebäude Johannesstr. 5 verfahren. Erst muss es einen Plan und alternative Unterbringungsmöglichkeiten geben, dann können wir über die Gebäude entscheiden.
Trotz dieser Bedenken hat in der Sitzung am 27.11.25 eine Mehrheit aus CDU/WSA und Teilen der Grünen den Verkauf beschlossen. Wir können aufgrund der fehlenden Berücksichtigung der Alternativen nicht beurteilen ob dieser Verkauf den Interessen der Bürger oder vielmehr nur den Interessen Einzelner dient. Deswegen war es uns nicht möglich diese Entscheidung mitzutragen.
